Bezirkstagsmitglieder besichtigen Burg Neunussberg: Engagement des Waldvereins gewürdigt

Foto Bezirk Niederbayern

Am 21. Mai 1889 hat der Bayerische Wald Verein, Sektion Viechtach, die Burgruine Neunussberg gekauft und unterhält sie seitdem gewissenhaft. Davon konnten sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und die Bezirksräte Rita Röhrl und Heinrich Schmidt bei einem Rundgang durch die Anlage unter Federführung von Hobby-Historiker Karl Reitmeier, der viel über die Ruine geforscht hat, ein Bild machen. „Es ist großartig, welche gute Arbeit der Wald-Verein hier leistet“, waren sich die Vertreter des Bezirks sowie stellvertretender Landrat Erich Muhr einig, die im Rahmen des Tages des offenen Denkmals nach Neunussberg kamen.
Alte Pläne aus dem 16. Jahrhundert zeigen es: Die Burg Neunussberg muss einmal aus einem großen Wohnturm und einem geräumigen Haus bestanden haben. Karl Reitmeier hat herausgefunden, dass Neunussberg einmal eine große, stattliche Anlage gewesen ist. Noch heute dauere es 45 Minuten, um das gesamte dazugehörige Gelände zu umkreisen, so der Experte. Der Baubeginn muss um 1250 gewesen sein, beziffert es Reitmeier, auch, wenn es offiziell heißt, die Anlage sei 1309 von Konrad dem Nussberger erbaut worden. Im Jahr 1347 jedenfalls sollen die Altnussberger ihre dortige Burg verkauft haben und sind nach Neunussberg gezogen. Die Burgbesitzer sollen hohe Ämter gehabt haben: So waren sie die Erbmarschalle von Niederbayern, die alles organisierten, wenn der Herzog außer Haus ging, und auch für die Ausstattung der Burgen, gerade auch mit Waffen, zuständig waren.
Teile der Ringmauer und der Burgbrunnen haben die stürmischen und rauen Jahre des Mittelalters überlebt, aber nicht die Burg selbst, so dass in 696 Metern Höhe nun eine Ruine thront. Diese sei absolut erhaltenswert, waren sich die Mitglieder des Bezirkstags einig: „Ich freue mich, dass es Menschen gibt, die sich um dieses beeindruckende Zeugnis der Geschichte kümmern und darauf achten, dass es auch weiterhin besucht werden kann“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich abschließend.

Im Bild: Hobby-Historiker Karl Reitmeier (2. von rechts) erläuterte für Bezirksrätin Rita Röhrl, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Bezirksrat Heinrich Schmidt und stellvertretenden Landrat Erich Muhr die Forschungen an der Burgruine Neunussberg.

12.09.2017

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