Alte Lieder in neuer Bearbeitung

Bezirk Niederbayern publiziert Marienlieder aus den Stubenberger Handschriften

Im Marienmonat Mai präsentieren das Kulturreferat des Bezirks Niederbayern eine neue Publikation: „Freu dich, o Himmelskönigin ...“ – Marienlieder aus den Stubenberger Handschriften. Die Veröffentlichung bildet den Abschluss einer Liederbuchreihe, die das gesamte Kirchenjahr abdeckt: Bereits publiziert wurden Lieder von Advent bis Lichtmess (2009) und von der Fastenzeit bis Allerseelen (2013). Die überlieferten Liedtexte aus den Stubenberger Handschriften wurden von Willibald Ernst in Zusammenarbeit mit Dr. Philipp Ortmeier und Dr. Maximilian Seefelder zeitgemäß bearbeitet und mit Melodien im dreistimmigen Vokalsatz unterlegt.

Die zugrunde liegenden Handschriften des ausgehenden 18. Jahrhunderts gelangten 1930 auf verschlungenen Pfaden aus dem niederbayerischen Rottal in den Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek in München: das „Geistliche Zeitten Buch“ und das „Gesänger Buch“. Sie wurden nach ihrem Fundort als „Stubenberger Handschriften“ bezeichnet. Verfasst hat sie Phillipp Lenglachner (*1769 in Weng im Innkreis, +1823 in Stubenberg), ein Hadernsammler und -händler, der die Liedtexte vermutlich auf seinen Streifzügen durch das Rottal und angrenzende Innviertel zusammentrug. Mit über 800 Einträgen handelt es sich um eine der größten und bedeutendsten Quellen dieser Art in Bayern.

Die neue Publikation ist für 13 Euro erhältlich (Tel. 0871 97512-730, kultur@bezirk-niederbayern.de, ISBN 978-3-942155-05-2). Außerdem können alle drei Bände zusammen für 29 Euro in einem handlichen Schuber erworben werden (ISBN 978-3-942155-06-9).