Spatenstich für die Förderstätte

Ersatzneubau an den Eggenfeldener Werkstätten St. Rupert

Mit dem Spatenstich für den Ersatzneubau der Förderstätte beginnt ein weiteres großes Kapitel innerhalb der Modernisierung der Eggenfeldener Werkstätten St. Rupert:  Es entsteht ein Ort, der Menschen mit sehr hohem Förderbedarf die Möglichkeit eröffnet, sich am Arbeitsleben zu beteiligen.

„Dieser Ersatzneubau zeigt, wie wichtig uns die Arbeitsplätze für Menschen mit sehr schweren Behinderungen sind. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns für eine inklusive Gesellschaft ein, in der jeder Mensch die Chance hat, seinen Beitrag zu leisten und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Dafür wird die neue Förderstätte den idealen Rahmen bieten“, sagte KJF-Direktor Michael Eibl. „Ich danke allen, die uns auf diesem Weg begleiten – dem Freistaat Bayern, dem Bezirk Niederbayern, der Aktion Mensch, der Rupertihilfe und der Aktionsgemeinschaft Kind in Not.“

Über Jahre hinweg ein verlässlicher Partner


Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich dankte der KJF Regensburg für ihr großes Engagement, um Menschen mit Behinderungen auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Beschäftigung zu ermöglichen: „Die KJF hat sich über Jahre hinweg als verlässlicher Partner im sozialen Bereich etabliert. Mit ihrem umfangreichen Fachwissen und der langjährigen Erfahrung im Bereich der Eingliederungshilfe ermöglicht sie, dass diese Förderstätte nicht nur modernen Anforderungen entspricht, sondern auch die Lebensqualität und Teilhabe der Menschen, die hier arbeiten, verbessert.“

Eine umfassende Modernisierung in drei Phasen

Die aktuelle Modernisierung umfasst 20 Fördergruppenplätze sowie sieben Arbeitsplätze für das Fachpersonal. Auf einer Fläche von 700 Quadratmetern stehen zwei große Gruppenräume mit mehreren angeschlossenen Nebenräumen zur Verfügung, geeignet für Kleingruppen- oder Einzelbeschäftigung, die sich um ein Foyer herum anordnen. Hinzu kommen drei Therapie-Räume, ein neu gestalteter Außenbereich sowie ein sehr funktionaler Sanitärbereich mit gut ausgestatteten Pflegeräumen. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.

Die Baukosten inklusive Grundstück belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert mit rund 2,01 Millionen Euro, Bezirk Niederbayern steuert für den Bau 336.420 Euro bei, fördert dann aber vor allem für den laufenden Betrieb. Die Rupertihilfe Rottal-Inn, eine Initiative der Aktionsgemeinschaft Kind in Not, unterstützt mit 400.000 Euro und Aktion Mensch mit 40.000 Euro. Den Rest bringt die KJF Werkstätten gemeinnützige GmbH aus Eigenmitteln auf, finanziert durch Rücklagen und den laufenden Betrieb.

Das gesamte Modernisierungsprojekt in den Eggenfeldener Werkstätten St. Rupert läuft in drei Phasen ab:  2022 begann es mit der Erneuerung der Dächer in Werk 1 und im Altbau von Werk 2. Zudem wurde die Heizung in Werk 1 auf Fernwärme umgestellt. Die zweite Phase ist der aktuelle Ersatzneubau der Förderstätte in Werk 1. Nach der Fertigstellung und dem Umzug in die neuen Räume startet die dritte Bauphase: die Modernisierung und Umstrukturierung von Werk 1.